Angst, Mut, Schwung: Der Tag nach dem Wahlsonntag

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Bayern hat gewählt und alles ist im Umbruch. Die Angst wittert Morgenluft und hebt zu einer Rede an, mit Gravitas und Grabesstimme:

„Das Leben ist hart, es zeichnet und verbittert Dich, Du stirbst oftmals, bevor Du erschöpft und ausgelaugt ein letztes Mal stirbst, Hass regiert die Welt, und für Großzügigkeit, Freude und Leichtigkeit ist kein Platz.“

Mut: „Hm?“

Angst: „Ich sagte für Großzügigkeit, Leichtigkeit und Freude…“

Mut: „Ja, die mag ich auch…“

Angst: „Ich war noch nicht fertig!“

Mut: „Vielleicht noch Hingabe, Güte, Inspiration…“

Angst: „Äh…“

Mut: „Genuss, Leidenschaft, Humor…“

Schwung kommt von draußen rein: „Hej, wollt Ihr etwas Warmes oder etwas Kaltes trinken?“

Mut: „Ich schließe mich Dir an!“

Angst: „Leute, echt! Wenn ich da mitmache bei Eurer Genießerei, nimmt mich doch keiner mehr ernst!“

Schwung: „Haha, also ich habe alles da: Kaffee, Schorle, Saft.Sirup mit Sprudel kann ich uns machen…“

Angst: „Das bleibt unser Geheimnis!“

Mut: „Du kannst Dich auf mich verlassen.“

Angst: „Gerne Tee.“

Schwung verschwindet vergnügt summend in die Küche.

Mut: „Gute Wahl, meine Liebe. Tee ist Balsam für die Nerven, stärkt das Immunsystem und lässt uns zur Ruhe kommen. So können wir voller Kraft und Energie damit beginnen, alle Herausforderungen zu meistern.“

Schwung ruft über den energisch brodelnden Wasserkocher hinweg: „Herausforderungen? Erklär‘ mir das mal bei Gelegenheit! Aber ich hatte Euch zwei kleinen Stubenhocker ja unterbrochen! Worum ging’s denn?“

Angst:  „War nicht so wichtig…“

Mut: „Was für ein Tee wird das?“

Schwung: „Den hat die Vroni mitgebracht, aus ihrem Garten!, Salbei ist dabei, ein paar Blütenblätter schaut mal wie schön! Wollt Ihr auch Honig?“

Angst und Mut gleichzeitig: „Und Apfelkuchen!“

Schwung groovt: „Haha! Ja, haben wir! Und Musik! Hört mal…“

 

Mutige und schwungvolle Grüße an alle, bei denen die Angst versucht sich breit zu machen,

Maria

 

 

 

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