Rückblick: KulTour nach Waldsassen

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Am Freitag sind die Kinder und ich frühmorgens um 5 Uhr losgezogen, um gemeinsam mit einer Gruppe von KulTourenden Waldsassen zu entdecken. Es war sehr kalt (draußen) und sehr heiß (in der Glashütte Lamberts), Waldsassen war in der Nacht zuvor von einer Schneewolke gepuderzuckert worden und der Himmel trug ein apartes Basilika-Grau (oder wurde die Basilika in Himmelgrau angestrichen?).

Wir aßen mittags reichlich und gut in einem Raum des Klosterstüberls, der imposante zehn Meter hoch ist und damit alles ist, außer ein Stüberl. Ließen uns in der Stadelgalerie und im Gedankengarten von der geschickten Zusammenstellung von Form, Matieral und Buchstaben inspirieren, die Christine Böhm meisterlich beherrscht.

Stiegen hinab in die Gruft und wieder hinauf  (ich mit einer schlafenden kleinen Person auf dem Arm) und erlebten in der Basilika die Üppigkeit des Barock (der hängende Adventskranz mit drei Metern Durchmesser wirkte nicht groß, nicht riesig, sondern absolut angemessen bei den Dimensionen dieser majestätischen Kathedrale). Die Bibliothek habe ich verpasst, weil ich bei der schlafenden kleinen Person blieb, um Wache zu halten (ob ihr noch warm ist, ob sie schon wach ist, ob sie wohl noch ein kleines Küsschen gebrauchen könnte).

Und zu guter letzt, bei Lebkuchen Rosner, überaß sich der eine oder andere mit Wonne (moi aussi, mais je ne regrrrrette rrrrien). Zu fotografieren habe ich dort vergessen, Kaufrausch, aber dafür sind wir jetzt mit Lebkuchen und Pralinen und Plätzchen und Nougatzapfen und noch ein paar anderen Köstlichkeiten ausgestattet.

Und nun teile ich ein paar Impressionen mit Euch:

Lamberts: Der sogenannte „Anfänger“, der einen Klumpen Glas mit der Kraft seiner Lungen, dem Hobel und dem Hochofen zum Zylinder formt. Sein Feuer lodert heiß – wer hier nicht acht gibt, stößt sich, schneidet oder verbrennt sich, und in jedem Winkel ist Ästhetik zu finden, knarrzende Treppen, fauchende Öfen, die Ausstrahlung von Menschen, die ganz genau wissen, was sie tun, und darauf stolz sind. Hier entsteht Glas, das in 3.8000 Farben glänzt und zum Malen mit Licht verführt – Guy Kemper hat mit diesem Glas eine Kapelle am Ground Zero gestaltet, und wer schon einmal im Kölner Dom war, hat Lamberts erlebt.

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Den Gedankengarten der Stadelgalerie kenne ich nun herbstlich und winterlich und ich freue mich ihn im Frühjahr und Sommer wiederzusehen, einfach so, ohne Tour. Genauso wie den Klostergarten – denn dort wird nach Kneipp und Hildegard von Bingen gearbeitet und davon möchte ich gern mehr kennenlernen.

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Die Basilika – ihr Innenraum, ihre Fassade und ihre unterirdische Gruft sowie ein Pflanztrog aus Granit mit sieben Metern Länge. Letzterer hat mir auch deshalb gefallen, weil sein aus dem Stein gehauener Charakter den gesamten gewaltig großen Hof gestaltet.

Unter dem Mantel erholte sich die kleine Person, eine Stunde lang hat sie geschlafen (und zwar so zauberhaft niedlich, wie macht sie das?)

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Ich freue mich darauf, die Fahrt so ähnlich im kommenden Jahr erneut anbieten zu können, der Termin steht schon: Montag, 3. Dezember 2018. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Viele Grüße aus dem Garten

Maria

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