Was Kinder im Herbst tragen können – abgesehen von kiloweise Kastanien

Endlich! Der Herbst ist da. Meine Lieblingsjahreszeit. Abgesehen von Sommer, Winter und Frühling.

Die Birkenblätter irisieren, wenn der Wind in die Baumkronen fährt, sie durchwühlt und licht, schütter, teils kahl zurücklässt. Die Blätter, vom alten Alchemisten in Gold verwandelt, halten sich immer brüchiger, lassen los, fliegen auf und auf. Und ab und auf und legen sich auf die Straßen., schmiegen sich an Straßenränder, verschwinden in Gräben, zerknistert zu Blattgoldstaub. Knirsch.

Wir holen glänzende, kullernde Schätze aus kastanienschweren Taschen, häufen sie neben Pinienzapfen, Muscheln des Ostsee-Sommers und knalled zur Erde gestürzten Walnüssen.

Die stoisch grünen Zimmerpflanzen tun, als ob das alles sie nichts anginge und verlangen nach frischer Erde. Etwas Dünger. Mehr Wasser. Danke, gut.

Morgens hängen Nebelschwaden wie verschlafen in den Tälern, Senken und Baumwipfeln. Wölkchen steigen aus Tassen voll Salbei, Honig und heiß gesprudeltem Wasser. Die Rosenblüte im Garten, es ist genau eine, ist so rot wie heuer nie wieder eine andere. Astern zerknüllt der Herbst, Büsche entfacht er nach mattem Grün zu leuchtendem Rot. Die Natur brennt mit dem Herbst durch.

Und abends, immer früher, glimmen Teelichte, Duftkerzen und Lichterketten.

Ich mag diesen Wandel sehr. Wie alles seine Zeit hat und deshalb

jeder

einzelne

Moment

spürbar, sichtbar, kostbar

ist.

Der Herbst ist prächtig und abgehalftert, schillernd, matt und träge, leicht und süß und schwer. Und bunt. Und grau. Er ist alles gleich und endet zeitig. Deshalb raus, so lang er währt.

Als die Kinder noch Vormittage im Wald verbrachten, erlebte ich in dieser Jahrszeit zahlreiche Bekleidungs-Fails: rutschende Socken, nicht ganz so dichte Stiefel und Regenhosen, die schnell abgewetzt und kaputt waren oder beides, innerhalb von Stunden. Dieses Suchen erspare ich Euch und Euren Geldbeuteln, denn Eure Ressourcen, aus denen Ihr und die Kinder um Euch schöpfen, sind unendlich kostbar und schonenswert.

Für mich ist Kleidung gut, die ihren Zweck lang erfüllt, sich im Zweifelsfall reparieren lässt und irgendwann nicht entsorgt werden muss, sondern weitergegeben werden kann in der Familie, an Freunde, für den Ersatzkleidungsfundus im Kindergarten, an Sammelstellen, auf Plattformen ob gegen Entlohnung oder als großzügige Geste. Und den Gedanken, dass Ihr, inspiriert von Qualität, selbst fündig werdet, in einen Lauf des Gebens und Pflegens kommt, jemandem etwas abkauft, das sonst ungenutzt im Schrank bliebe, finde ich maximal schön.

Bewährt haben sich diese Dinge:

Fleecejacke: HIER

Regenanzug: HIER (104 bis 128), HIER (104 bis 128)

Schneeanzug (fällt groß aus): HIER (104 bis 152), HIER (80 bis 104) – um ein Beispiel zu geben, was der aushält: Die Kinder sind in den Anzügen ohne Schlitten zwischen sich und dem Boden den Berg runter gesaust, und sie sehen frei von Abrieb immer noch wie neu aus. Die Anzüge.

Socken: HIER (nicht rutschend, reparierbar)

Winterstiefel: HIER, HIER

Gummistiefel: HIER

Kurzfristig sind diese Ausgaben nicht die geringst Mögliche. Mittelfristig lohnend. Langfristig ein Gewinn, weil sie so viele besondere Momente mit sich bringen, frei von nassen Füßen und schniefenden Nasen. Bis die Wangen apfelrot leuchten.

Viel Spaß beim Draußensein, erst recht wenn das Oktobergold in Novembersilber übergeht, wenn die Regentropfen kleiner werden, sich über das Knarzende der Bäume kein Rauschen mehr legt. Und in dieser Stille der Gedanke an Lebkuchen immer vertrauter wird.

Viele Grüße aus dem Garten,

Maria

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