Aus der Gärtnerei ins Pflegeheim

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Jetzt brauche ich Euch. Denn mir ist ein großes Problem aufgefallen, das wir gemeinsam ganz leicht lösen könnten. Folgendes:

Gärtnereien, die selbst Blumen anbauen, sind in einer absoluten Notsituation. Sie haben vergangenen Herbst Zwiebeln gelegt, nun tausende Blumen zum Ernten und keine Laufkundschaft mehr: Die Märkte sind abgesagt und die Läden geschlossen. Die Gärtnerinnen und Gärtner müssen folglich dabei zusehen, wie ihre lang gehegten, gepflegten Schätze eingehen. Und damit auch ihre eigene Existenzgrundlage. Viele Betriebe werden deshalb kreativ und stemmen unter erschwerten Bedingungen auf die Schnelle einen Lieferservice, um ihre Kundinnen und Kunden zu erreichen.

Ihr könnt Ihr Euch vorstellen, wie schwierig diese Situation ist.

Gleichzeitig sind Pflegeheime und Krankenhäuser abgeriegelt. Dort sind Menschen isoliert, die kaum noch Besuch bekommen, der sie aufbauen, ermutigen und aufheitern würde. Vielleicht mit einer kleinen Aufmerksamkeit, vielleicht Blumen… Das geht jetzt nicht mehr.

So weit, so schlecht. Und jetzt kommt die Idee, wie wir die Blumen befreien, die Gärtnereien retten und den Menschen in den Heimen Freude machen:

Wie wäre es nun, wenn wir…

  1. … nachsehen würden, welche tapferen Gärtnereien einen Lieferservice anbieten?
  2. … und wenn wir dort für unsere Großmütter Großväter, die Urgroßmütter und Urgroßväter, die Verwandten und Bekannten, die wir nicht besuchen können, einen richtig schönen Strauß bestellen würden? So einen richtig, richtig schönen!
  3. … oder gleich ein Abo auf unbestimmte Zeit? (allein schon um diesem bescheuerten Virus den Begriff „auf unbestimmte Zeit“ wegzunehmen, was bildet sich diese Krankheit eigentlich ein, unsere Sprache mit so viel Hoffnungslosigkeit vergiften zu wollen! Auf „unbestimmte Zeit“ können wir auch!)
  4. … Und wenn wir schon dabei sind, und selbst wenn wir keine Großeltern oder Urgroßeltern, keine Liebsten in einem Heim hätten, könnten wir dann nicht auch einen Betrag unserer Wahl an eine Gärtnerei unserer Wahl überweisen und sie bitten, die Blumen einem Pflegeheim ihrer Wahl in ihrer Region zuzustellen? Einfach, weil das geht? So aus einer gewissen Leichtigkeit heraus, mit der wir die Angst in ihre Grenzen weisen?

Und jetzt ratet mal, was ich gerade gemacht habe.

Ich habe mich für die Gärtnerei Rosen Rösch entschieden, weil Sonia Grimm und ihre Familie dort so innig Blumen lieben. Der Familienbetrieb, in dem Jung und Alte zusammenhalten, hat meinen Betrag sogar noch verdoppelt. (So ist das, wenn Mut die Angst in ihre Grenzen weist und Schwung aufkommt…)

Seid Ihr auch dabei? Jeder für sich in unterschiedlichen Gärntnereien? Wir sorgen gemeinsam dafür, dass keine Blume verblüht, ohne jemandem Freude gemacht zu haben. Unermesslich große Freude! AUF UNBESTIMMTE ZEIT!

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mitschwingt.

Schreibt gern unten in einem Kommentar die Web-Adresse der Gärtnerei, die ihr unterstützt habt, und die Stadt, in der sie ansässig ist. So muss nicht jeder Betrieb allein darum kämpfen, dass ihr Lieferservice bekannt wird und kann sich auf das Wesentliche konzentrieren.

Zusammen befreien wir die Blumen. Und uns. Einander.

Liebe Grüße aus dem Garten

Maria

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Na das ist ja eine wunderbare Idee. Ich staune und bewundere Sie und Andere . Einen schönen Gruß

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  2. Toller Aufruf! _Ich habe mich gestern schon gedacht, momentan haben alle Geschäfte einen Umsatzeinbruch, aber Möbeln, Bücher, Werkzeuge und Elektronik etc. laufen nicht ab oder verwelken. Ist ja wirklich schade darum. Ich begebe mich jetzt auf der Suche nach einer Gärtnerei in meiner Nähe!

    schönes Wochenende und bleib gesund!

    Gefällt 1 Person

    1. Maria sagt:

      Wie schön! Alles Gute.

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