Rückblick auf die Konzert-KulTour – Marienbad verlängert den Frühling

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Wann immer sich eine Blütezeit ihrem Ende nähert (die des Flieders, der Tulpen, der Hyazinten zum Beispiel) denke ich mir, und zwar genau so: „Sollte ich im Verlauf des nächsten Jahres sterben, dann werde ich – in diesem feierlichen Moment – zum letzten Mal den Fliederduft genossen haben, die Tulpen und Hyazinthen.“

Und empfinde dabei die Kraft des Lebens so sehr, dass ich gar nicht anders kann, als nochmal den Flieder zu genießen. Die Tulpen. Die Hyazinthen. Und so spielen Dankbarkeit und Genuss in mir einen wunderschönen Kanon in Dur und Moll, während ich unterm Flieder in den Himmel schaue.

So war das bisher.

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Nun aber kommt Marienbad ins Spiel. Mit einer Gruppe habe ich mir die Stadt angesehen, gut gegessen und den Auftritt des Chors der Witt-Gruppe zusammen mit dem Westböhmischen Philharmonischen Orchester angehört. Sehr schön das alles.

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Da Marienbad knapp 700 Meter über null liegt, dauert der Frühling dort noch an, wenn sich hier schon alles Sommergrün färbt. Mindestens zwei Wochen länger blühen Kastanien und Flieder, Kaldaunenbäume, Tulpen und Hyazinthen. Was bedeutet, dass ich künftig denken werde: „Sollte ich im Verlauf des nächsten Jahres sterben, dann werde ich – in diesem feierlichen Moment – zum letzten Mal den Fliederduft genossen haben, die Tulpen und Hyazinthen. Außer ich verreise in nächster Zeit nach Marienbad, dann kann ich’s nochmal erleben.“

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Irgendetwas sagt mir, dass ich noch oft nach Marienbad reisen werde.

Die Natur – und die Atmosphäre sind besonders entspannt und weltläufig – ein Kurort, an den aus allen Ecken der Welt Menschen kommen, um sich zu erholen, wo Studenten aus Afrika sich auf Ihre Studienzeit an der Karlsuniversität in Prag vorbereiten, man zig Sprachen hören kann, die Luft ganz klar ist und alle so entspannt sind, wie das nur an einem Ort geht, wo Ausschlafen und Baden und Ausschlafen und Baden sogar durch unterirdische Gänge zwischen Hotel und Heilquellen gefördert werden. Dazu noch Musik, perfekt, und da wir genau zur Eröffnung der 200ten Badesaison in Marienbad waren, haben wir auch Konzerte in den Kolonnaden und die Stände davor erleben können. Dort gab es kaum Ramsch und viel Handgemachtes und Spezialitäten, die mit viel Humor angepriesen wurden.

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HIER habe ich ein Video vom Chor veröffentlicht, der nach dem Konzert im Foyer des prächtigen Gemeindehauses noch in die Verlängerung gegangen ist. Ist es nicht schön, wenn Musiker nimmer aufhören können vor lauter Lust am Klang?

Ich grüße alle, die ich an diesem Tag kennengelernt und wiedergesehen habe,

und sende pozdravy ze zahrady,

Maria

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