Beet ohne Giersch, Teil IV

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Vor drei Jahren hatte ich aus zwei Beeten den Giersch rigoros entfernt: Meterweise Wurzeln habe ich aus der Erde gezogen und entsorgt, anschließend Kartoffeln gepflanzt und damit bewirkt, dass sich der Giersch nicht durchsetzen konnte. Es verging eine weitere Gartensaison, in der kein Giersch zu sehen war. Und so geht es weiter:

Auch im Jahre 3 n. G. ist kein Giersch im Beet.

Wunderbar! Solltest Du Dir also überlegen den selben Aufwand zu betreiben: Mach‘ es, häng‘ Dich ein paar Stunden/Tage rein. Der Lohn für einmal mördermäßigen Aufwand ist ein Beet, das Du gierschfrei gestalten kannst.

 

Im hinteren Teil des Gartens feiert der Giersch weiter fröhliche Urstände, die ich ihm gern gönne (denn der Kampf wäre nur dann aussichtsreich, wenn ich die alte Weide, den Holunder und die bald blühenden Flieder fällen würde, was nicht geht). Ich habe aber begonnen Inseln der alternativen Bepflanzung zu etablieren, damit es außer Weiß und Grün noch anderes zu sehen gibt:

  • statt eines morsch gewordenen Frühlingsflieders gedeiht ein Sommerflieder,
  • davor Tulpen und Schneeglöckchen, die sich im Frühjahr so lange der Giersch noch niedrig ist problemlos zum Licht durcharbeiten können,

Für den Sommer hatte ich vergangenes Jahr eine Clematis geplant, die sich aber nicht etablieren konnte. In diesem Jahr werde ich einen zweiten Anlauf wagen und die Flieder wiederum mit Clematis unterpflanzen. Diesmal allerdings anders als im letzten Jahr:

  • Ich pflanze erst nach den Eisheiligen Ende Mai – bis dahin vergeht noch kaum zu ertragen viel Zeit, aber für eine gut anwachsende Pflanze ist verlässliche Wärme (wohl doch) entscheidend, also warte ich dieses Mal ab.
  • Ich werde ein enormes gierschfreie Pflanzloch graben, damit die unvermeidliche Konkurrenz zum wurzelnden Giersch wenigstens erst dann eintritt, wenn sich die Clematis etabliert haben (toi toi toi).
  • Und ich ziehe hier auf der Fensterbank Sonnenblumen vor. Wenn diese groß und stark genug sind, kommen sie mit ebenfalls großem Pflanzloch als leuchtende Inseln in „die Beete des freundlichen Miteinanders“.

Mal sehen, ob das klappt! Derweil hege ich die jungen Sonnenblumen und schaue mich nach schöner Clematis um.

 

Viele Grüße aus dem Garten

Maria

 

 

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Madddin sagt:

    Schön, Maria, dass du auch so viel Freude am Garten hast. Unser Garten ist tatsächlich gierschfrei, und zwar aufgrund unseres emsigen Vorbesitzers. Seit 20 Jahren besitzen wir nun den Garten und haben es geschafft, dass er gierschfrei bleibt. Ich habe beim Papst in Rom die Seligsprechung unseres Vorbesitzers beantragt und hoffe, dass meinem Antrag stattgegeben wird. 😀

  2. noir sagt:

    Hoffentlich klappt alles so, wie Du es Dir vorgestellt hast. Ich bin ja mittlerweile umgezogen und der Garten wurde von meinen Vorbesitzern ziemlich verwahrlost hinterlassen, aber ich habe – sowei ich bisher sehen konnte – keinen Giersch und werde auch dafür sorgen, dass sie keiner ansiedelt!

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