Kino am Kreuzberg

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Kürzlich haben wir eine neue Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen: „Kino am Kreuzberg“. Die geladenen Gäste erfreuten sich mindestens 19 Minuten lang eines romantischen Spektakels in rosa, hellrosa und pink, bevor sie erklärten, dass ihnen laaaaaaaaangweilig sei und sie spiiiiiiiiiiiielen wollten.

Woraufhin sie alle vorhandenen Kinderzimmer (eins, es ist nur eins, puuuuh) zerstörten, was unglaublich schlimm und total überraschend gewesen wäre, wenn es nicht Teil der Arbeitsplatzbeschreibung und eine der Kernkompetenzen von drei- bis sechsjährigen Kindern wäre.

Kino mit Kindern

Kino mit Kindern

Kino mit Kindern

Kino mit Kindern

Rezept für „Kino am Kreuzberg“

Man nehme

  • Eintrittskarten und Plakate,
  • bedruckte Etiketten, die die Kinder überall hinkleben dürfen (auch auf die Couch? Auch dahin.)
  • Walk-of-Fame-Sterne, Karamell-Popcorn in Tüten (aus DIN-A-3 gefaltet, DIN-A-4 war zu wenig… KINO!) und Cola (die Erziehungsberechtigten waren nicht eingeweiht bzw. taten im Supermarkt und mit dem Flaschenöffner in der Hand so, als hätten sie noch nie was von Zuckerschock und gesunder Ernährung gehört, weil: KINO!)
  • all das in Corporate Identity im Pariser Metro-Chique (womit auch dieses in den 20ern erbaute Haus seine Sprache gefunden hätte).

Dann verrückt man die Möbel, installiert waghalsige Buchtürme mit Beamer oben auf und plant heimlich die nächste Veranstaltung dieser Art. Dann mit Erwachsenen!

Die (vermutlich, es ist nur ein auf Erfahrungswerten basierendes Statement) NICHT nach weiteren 19 Minuten über die Couch klettern und Einhorn und Königin und kleines Einhorn spielen. Wobei sich bei geöffnetem Fenster alle Einhörner in Eishörner verwandeln, man zwischendurch „Tote Einhörner“ spielt (in Anlehnung an „Tote Fische“), was natürlich schrecklich ist und mir gar keinen Spaß gemacht hat und wenn es anders aussah, weil ich auch über die Couch geklettert bin und ein Tuch schwenkend der eisige Nordwind war, dann nur, weil… OK, ES WAR SUPER LUSTIG!

Man hätte noch Bücher zur Geschichte des Films aufstellen können, oder Chaplin-Fotografien rahmen können oder so. Aber ich bitte Euch, was sollen Einhörner in all ihren denkbaren Aggregatszuständen damit anfangen? Eben.

Viele Grüße aus dem Filmpalast

Maria

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